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Cordoba

16.03.2007

Von Cordoba nach Santa Fe und Entre Rios

von flavia

Mar ChiquitaUnsere Reise führte als nächstens nach Miramar ans Mar Chiquita, wo wir zwei Nächte direkt an diesem Salzsee übernachteten. Leider hatte es am Morgen geregnet, weshalb wir nach einem wunderschönen Sonnenuntergang von Tausenden von Moskitos gejagt wurden. Repelente und Moskitonetz sei dank konnten wir wunderbar schlafen und das Frühstück und das schöne Wetter unter Palmen und den Blick auf die Flamingos, die durch die Lagune stelzten, geniessen. Das Mar Chiquita, das "kleine Meer", ist eine Salzlagune mit einer Fläche von fast 6000 Quadratkilometer und war einst ein glamouröser Badeort. Heute zeugen noch Ruinen von Hotelpalästen von dieser glorreichen Zeit.

FlamingosDa unsere Heimreise leider, leider immer näher rückt, machten wir uns auf Richtung Osten, durch die Provinz Santa Fé in die gleichnamige Stadt, wo wir dann auch den Rio Paraná über- und via Tunnel auch unterquerten um nach Paraná, der Provinzhauptstadt von Entre Rios zu gelangen. Wie so oft schon, gingen wir auch dieses Mal wieder zur Touristeninformation, um uns über die Hotels, die aktuelle Situation und die Sehenswürdigkeiten zu informieren. Nach einem langen Gespräch über alle Sehenswürdigkeiten, Informationen über die Geschichte der Stadt, alle Events und Nachtklubs und der Zusicherung, dass das viele Wasser im Rio Paraná und auf den Feldern nicht beängstigend hoch sei, wurden wir mit einer Umarmung und einem Kuss verabschiedet. Am Abend war aufgrund der anstehenden Gouverneur-Wahlen ein Riesenrummel auf den Strassen der Provinzhauptstatd.

Am folgenden Tag wollten wir in das kleine Städtchen Diamante, um den in der Nähe gelegenen Nationalpark Pre-Delta zu besuchen.

14.03.2007

Jesuiten Estanzias

von flavia
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Jesuiten Estancia in Jesus MariaDie Fahrt nördlich von Córdoba nach Jesús María führte uns durch saftige grüne Wiesen und Hektaren-grosse Maisfelder. Die kleinen Dörfchen unterwegs bestanden grösstenteils aus riesigen schönen Einfamilienhäuschen im Grossformat, hier "mansion" genannt. Nach einer Nacht in Jesús María haben wir die Estancia hier besucht. Neben den Räumlichkeiten und den Gegenständen aus dieser Zeit konnte man den grossen Weinkeller, die Bodega der Estancia, besichtigen, wo auch eine kleine Ausstellung mit Kunstgegenständen der Indianer, hauptsächlich Töpfe und Schmuck, war.

Jesuiten Estancia Santa Catalina

Dannach fuhren wir wieder westlich zur etwas abgelegenen Estancia Santa Catalina, die einzige Estancia, die in Privatbesitz ist. Die Tour führte zuerst duch die Kapelle, eigentlich eine Kirche, mit einem riesigen blattgoldverzierten Altar. Die Kapelle wird heute noch für Hochzeiten, Taufen etc. genutzt. Die Estancia verfügt ausserdem über drei Innenhöfe, der erste ist sehr klein und idyllisch mit einem Limonenbaum in der Mitte, der grosse ist von Arkaden umgeben und hat einen grossen Brunnen in der Mitte und ist sicherlich der schönste Teil dieses Ortes. Der dritte Innenhof ist umgeben von Ferienwohnungen mit etwa 60 Schlafzimmern und wird von den Inhabern der Estancia genutzt. Die Estancia gehört einem Konsortium von 270 Familien aus allen sozialen Schichten, mit einem kleinen Gremium, das über die Bewirtschaftung und die Zukunft der Estancia entscheidet.

Patio der Jesuiten Estancia Santa CatalinaDie Estancias, die Weltkulturerbe von der UNESCO sind, entstanden alle im 17. Jahrhundert und wurden einst von den Jesuiten und später von Privatpersonen geführt. Meist halfen schwarze Sklaven und Indigenos beim Aufbau und später der Bewirtschaftung der Estancias mit. Da die Mönche sich aber gegen den Papst und den König von Spanien auflehnten, wurden ihnen die Gelder für die Estancias und die davon abhängige Universität von Cordoba gestrichen. Um überleben zu können, wurde die Landwirtschaft professionalisiert und die Estancias wurden zu den grössten wirtschaftlichen Zentren der Region. Nachdem die Jesuiten aber von der Kirche ausgeschlossen wurden, wechselten die Estancias in Privatbesitz und sind heute bis auf eine alle in oeffentlicher Hand als Museum zugänglich.

12.03.2007

In Bern

von pascal
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Am Montag haben alle Estancias Jesuíticas geschlossen, so dass wir in Alta Gracia stattdessen das Museum von Che Guevara besuchten. Wegen den Asthma-Anfällen von Ernestito zog die Familie 1932 nach Alta Gracia, wo er aufwuchs. Im Museum (ehemals Elternhaus vom "Che") sind viele Dinge aus seiner Kindheit und Jugend ausgestellt (Zeugnisse, Fotos, etc.). Das Museum ist sehenswert, allerdings sollte man unbedingt am Vormittag kommen. Gegen 1 Uhr platzte das Museum aus allen Nähten, als Touristen in mehreren Car-Ladungen vor dem Museum ausgeladen wurden. Uns blieb nur noch die Flucht im Landy... ;-)

Villa General Belgrano Am Nachmittag fuhren wir weiter nach Villa General Belgrano, wohl DIE deutsche Kolonie in Argentinien überhaupt. Hier gibt es Oktoberfest, Fest der Torten, kitschige Chalets, Kuckucksuhren; vieles mit deutsch klingenden Namen, wenn auch viele der Nachkommen kaum mehr deutsch sprechen. Die Landschaft um Villa General Belgrano erinnert ein bisschen ans Emmental, wenn auch etwas weniger hügelig.

Spontan entschieden wir uns, im schönen Berna Hotel zu übernachten. Zuerst waren wir unsicher, ob hier überhaupt noch Schweizer anzutreffen sind, hörten aber im Hotel bald "Schwiizertüütsch". Wir unterhielten uns nett mit der Familie Stähli, die das Ganze vor Jahren aufgebaut haben und immer weiter ausbauen.

11.03.2007

Wir treffen Tarka, einen Dogo Argentino

von pascal
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Tarka, ein Dogo Argentino Am nächsten Morgen, Roberto war gegen 10 Uhr bereits wieder im Büro, frühstückten wir mit Guadalupe. Anschliessend zeigte sie uns noch einen echten Dogo Argentino, der ihrem Bruder gehört, der in der Nachbarschaft wohnt. Obwohl ein Weibchen, war der Dogo ausgesprochen muskulös und gross, liess sich aber (natürlich nur in Gegenwart ihres Cousins) ohne Weiteres von uns streicheln.

Von Guadalupe erhielten wir noch ein paar Tipps zu Sehenswürdigkeiten in und um Cordoba. Wir gingen anschliessen wieder ins Zentrum und erforschten zu Fuss die zahlreichen jesuitischen Gebäude. Im Verlauf des Nachmittags trudelten wir wieder in den Büros von Menttes ein, wo ich mich länger mit Roberto und seinen Kollegen zu Plone etc. unterhielt.

Schliesslich verabschiedeten wir uns herzlich von allen und fuhren Richtung Süden, nach Alta Gracia, wo wir auf einem wunderschönen Campingplatz übernachteten.

10.03.2007

Menttes - Plone in Córdoba

von pascal
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Im Verlauf des Nachmittags sind wir in der schönen, für südamerikanische Verhältnisse sehr alten Stadt Córdoba eingetroffen. Flavia liess sich endlich wieder mal bei einem Friseur die Haare machen, bevor wir dann zur Plone-Firma Menttes mitten in die Stadt fuhren. Von der Menttes-Crew wurden wir herzlich willkommen geheissen und konnten dort von ihrer raschen Internet-Anbindung profitieren. Menttes, eine junge, aufstrebende Informatik-Firma, widmet sich inzwischen vollständig der Entwicklung von Plone-Lösungen, wobei sie bisher für ausländische Kunden tätig waren.

An diesem Wochenende, draussen war es schönstes, heisses Badewetter, hatten sich die drei Partner von Menttes, Roberto, Pablo und Emanuel im (nicht klimatisierten...) Büro eingefunden, um übers Internet an der Camp-5-Schulung zu Zope-3 teilzunehmen.  Gegen 20 Uhr war die Schulung vorbei, und wir fuhren zu Robertos und seiner Ehefrau Guadalupes Haus, in einem nahegelegenen, sehr schönen und ruhigen Quartier von Córdoba.

Die Menttes-Crew Roberto hatte uns zu einem "asado cordobese" eingeladen, wobei noch weitere Mitarbeiter von Menttes im Verlauf des Abends/Nacht vorbeischauten. Typisch für Argentinien ist ihr lockerer Umgang mit Zeit und Pünktlichkeit (was uns persönlich sehr zusagt... ;-)) Zu essen begannen wir erst nach Mitternacht und diskutierten dann noch bis 03:30 Uhr. Wir wollten danach eigentlich noch weiter zu einem Camping-Platz, wurden aber von Roberto und Guadalupe herzlich eingeladen, im Gästezimmer bei ihnen zu übernachten.

Für uns war dies ein sehr schöner und unvergesslicher Abend - muchas gracias a ustedes!

09.03.2007

Provinz Córdoba

von pascal
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Nach dem Besuch der faszinierenden Nationalparks haben wir im Valle Fértil, in San Augustin, in einem kleinen Hotel übernachtet. Am nächsten Morgen sind wir Richtung Córdoba aufgebrochen und haben in der Nähe von San Roque auf einem sehr ruhigen, direkt am gleichnamigen See gelegenen Camping übernachtet. Dabei sind wir wieder mal mit unseren Schweizer Kennzeichen und unserem verdreckten Landrover aufgefallen. Bereits beim Camping-Eingang wurden wir vom Camping-Platz-Betreiber mit Fragen gelöchert und konnten uns angeregt mit weiteren Argentiniern unterhalten, die im Verlauf des Gesprächs hinzustiessen.

Familie MontenegroAm Abends kamen uns dann Dario, Patricia mit ihrem Sohn Diago besuchen und erzählten uns viel von Buenos Aires, wo sie wohnen. Dario ist ziemlich angefressen von seinem Motorrad (Transalp), das er mir dann auch auf seinem mitgebrachten Laptop zeigte. Offenbar machen er und seine Jungs ab und zu Töfftouren in verschiedene Regionen von Argentinien (siehe www.motoencuentros.com). Wir unterhielten uns lange, und am nächsten Morgen verabschiedeten wir uns herzlich von ihnen. Dario konnte es dabei nicht lassen, mir seinen Strassenatlas von Argentinien zu schenken!!

Dario: Muchos Gracias para los mapas. Hemos los utilisado muchas veces!


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